Hauptseite Grenzfälle DK-Fallberichte Impressum

DK-Verfahren und Hypnose

Hypnosephänomene durch direkte Kommunikation mit dem Unbewussten.

Inhalt

#Hypnose durch Direkte Kommunikation

#Anleitung Lokalanästhesie


Information für Hypnoseanwender

Hypnose durch Direkte Kommunikation

Durch direkte Kommunikation mit dem Unbewussten lassen sich, nach meinen bisherigen Erfahrungen/Erkenntnissen, die gleichen Ergebnisse erzielen wie durch die allgemein bekannten Hypnosetechniken. Dies ist gerade im Hinblick auf Schmerzkontrolle und Ressourcenaktivierung sehr interessant. Auch bei der DK Hypnose verzichten wir auf jegliche Hypnoseinduktion, Entspannung etc. Dies hat viele Vorteile für Therapeut und Klient. Als Therapeut brauchen Sie sich nicht mit Vorurteilen, Kontrollverlustängsten und falschen Erwartungshaltungen auseinander setzen, Sie benötigen keine langweiligen Hypnoseinduktionen und können sich gleich dem wesentlichen zuwenden. Für den Klienten spielt es keine Rolle ob er entspannen und loslassen kann, da wir ihn so nehmen wie er ist. Wir versuchen nicht sein Bewusstsein einzuengen oder auszuschalten sondern beziehen es in die Arbeit mit ein. Je nach Ziel der Behandlung (Hypnose), werden die entsprechenden unbewussten Teile angesprochen und aktiviert die notwendig sind. Das Vorgehen hierfür ist denkbar einfach.

Zunächst setzen Sie ein paar nonverbale Signale/Suggestionen, indem Sie die Körperhaltung des Klienten leicht verändern. Geeignet sind hierfür insbesondere die Haltung von Kopf, Armen und Beinen. Allein diese wenigen Maßnahmen lösen so viele unbewusste Suchprozesse aus, dass der Klient sofort in eine Trance übergeht, ohne dass dies von ihm gefordert wird. Gleichzeitig können Sie mit entsprechenden Prozessinstruktionen die unbewussten Teile aktivieren, die für die jeweilige Behandlung notwendig bzw. wünschenswert sind. Im Falle einer Lokalanästhesie zum Beispiel, Erinnerungen an bereits erfahrene Betäubung, Handschuhgefühl, eingeschlafene Glieder, Dissoziationen etc. Am zweckmäßigsten beginnt man mit einem oder mehreren Finger/n und überträgt die Anästhesie anschließend auf die gewünschte Körperregion (zum Beispiel Kiefer). Wichtig ist, dass Sie zügig vorgehen und den Prozess nicht unterbrechen, indem Sie zum Beispiel testen, ob die Finger wirklich taub sind. Getestet wird erst unmittelbar vor dem Eingriff am Zielorgan.

Wenn Sie Ressourcen aktivieren wollen, aktivieren Sie die entsprechenden unbewussten Teile und fordern Sie diese auf, die Kontrolle über den Körper zu übernehmen. Geben Sie Ihrem Klienten bzw. dessen Unbewussten Zeit, die richtige Position zu finden und einzunehmen. Dies sind ganz langsame Bewegungen, verbunden mit Trance. Auf diese Weise verfestigen Sie den Zielzustand, er geht quasi in Fleisch und Blut über. Hier nimmt der gesamte Körper an der Veränderungsarbeit teil, dies ist etwas völlig anderes als passives liegen und zuhören. Auf diese Weise wird das gesamte System neu konfiguriert.

Auch auf dem Gebiet der experimentellen Hypnose kann man über die direkte Kommunikation sehr gute Ergebnisse erzielen. Beispiel Teilamnesie: Verändern Sie die Position der Finger beider Hände Ihrer Versuchsperson, aktivieren Sie gleichzeitig unbewusste Erfahrungen von Vergessen durch entsprechende Prozessinstruktionen. Benennen Sie den Inhalt der vergessen werden soll (z.B. eine Zahl, Namen etc.). Fordern Sie die Versuchsperson auf, ihren Unterkiefer so zu entspannen, dass der Mund sich leicht öffnet. Nun können Sie testen.


Anleitung

Lokalanästhesie wie sie zum Beispiel für die zahnärztliche Behandlung geeignet ist. Fordern Sie den Klienten auf, die Augen zu schließen und bringen Sie seinen Kopf in eine leicht nach links vorne geneigte Haltung, indem Sie den Kopf erst nach links, dann nach vorne bewegen, sobald die Augen geschlossen sind. Zeitgleich beginnen Sie sinngemäß mit folgenden Worten:

Wir alle kennen die Veränderung unserer gewohnten Wahrnehmung nach einer lokalen Betäubung oder wenn ein Glied eingeschlafen ist, als ob dieser Teil des Körpers gar nicht mehr zu uns gehört. So als wäre er abgetrennt von all unseren Empfindungen. Man kann zum Beispiel sehen wie die einzelnen Finger berührt werden aber alles was man spürt ist Taubheit, vollkommene Taubheit. Manche Menschen kennen es als Handschuhgefühl, weil es ähnlich ist als würde man etwas durch einen dicken Handschuh berühren.“ Nachdem Sie den Kopf des Klienten in die richtige Position gebracht haben, verändern Sie auch die Position seiner Arme (jeden Arm einzeln). Es genügt in den meisten Fällen eine ganz leichte Berührung an der Innenseite des jeweiligen Ellenbogens um die Arme leicht vom Körper abzuheben. Sollte dies nicht genügen, fassen Sie mit Daumen und Zeigefinger das jeweilige Gelenk und deuten einen leichten Zug vom Körper weg an. Bei den meisten Menschen löst dies unmittelbar eine Katalepsie der Arme aus. Halten Sie den jeweiligen Ellenbogen bis Sie spüren, dass er in dieser Stellung verweilt. Dann fassen Sie wiederum mit Daumen und Zeigefinger ganz sanft das Handgelenk (der Behandlungsseite) und führen die Hand so hoch, dass der Unterarm mehr vertikal als horizontal steht. Auch diese Bewegung sollte mehr oder weniger nur angedeutet werden. Die Hand wird in dieser Stellung stehen bleiben. „Und es gibt etwas in Ihnen, dass über all diese Erfahrungen verfügt und Sie brauchen nicht darüber nach zu denken jetzt was da im einzelnen geschieht - beobachten Sie einfach nur wie sich diese Taubheit in den Fingern ausbreitet, in jedem einzelnen Finger. Dem Zeigefinger – dem Ringfinger – vollkommen taub - dem kleinen Finger – dem Mittelfinger – einfach ausbreiten lassen, so ist es gut. Der Mittelfinger – der Zeigefinger – der Ringfinger und der kleine Finger, vollkommen Taub.“ Während Sie die einzelnen Finger aufzählen, klopfen Sie mit Ihrem Zeigefinger auf die Fingerkuppen des Klienten. Wichtig: Klopfen Sie nicht auf den Finger den Sie gerade benennen sondern auf einen anderen Finger. Wenn Sie zum Beispiel den Zeigefinger erwähnen, klopfen Sie auf den Ringfinger. Wenn Sie den kleinen Finger erwähnen, klopfen Sie auf den Mittelfinger usw.. Den Daumen sparen Sie aus. Und während die Hand mit den tauben Fingern sich nun langsam dem Unterkiefer (oder Oberkiefer) nähert, beginnt auch der Unterkiefer taub zu werden – jetzt. (hier klopfen Sie leicht den genannten Kiefer) Irgendetwas in Ihnen sorgt dafür, dass auch der Unterkiefer vollkommen taub ist - sobald die Finger ihn berühren - ist der Unterkiefer vollkommen taub und der Mund kann sich öffnen. Beobachten Sie wie von ferne, wie sich die Finger dem Unterkiefer nähern und dieser Zustand sich stabilisiert oder genießen Sie einfach nur diese neue Erfahrung.“ Sobald sich der Mund öffnet, ist der Klient zur Behandlung bereit. Hier können dann auch ganz direkte Anweisungen gegeben werden. Die einzelnen Handgriffe sollten Sie vorher einüben, wahrscheinlich werden Sie überrascht sein, wie bereitwillig ein Körper auf die kleinsten Impulse reagiert. Auch den entsprechenden Text sollten Sie mühelos aus dem Stegreif hervorbringen und mit Ihren jeweiligen Aktionen in Einklang bringen (anpassen).

#Inhalt